Julia Wildner verantwortet beim KHMI Kursmanagement und Hochschulkooperationen. Im Gespräch erzählt sie, warum sie ein Institut von Grund auf mitgestalten wollte – und warum sie in Künstlicher Intelligenz vor allem eine Bildungsaufgabe sieht.
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Administration, Finanzen, Datenschutz: Julia Wildner hält beim KHMI (Karlshochschule Management Institut) die Fäden zusammen, die ein Institut im Hintergrund zusammenhalten und ist zugleich die Schnittstelle zur Karlshochschule. Im Gespräch erzählt sie, was für sie den Ausschlag gab, ein Institut von Grund auf mitzugestalten – und woher ihr Blick auf KI als Bildungsaufgabe kommt.
Der richtige Ort zur richtigen Zeit
KHMI: Was hat dich dazu bewogen, beim KHMI zu starten?
Julia Wildner: Das Thema KI ist für mich nicht abstrakt – es prägt bereits jetzt, wie wir Wirtschaft und Bildung gestalten müssen. Als ich die Chance bekam, KHMI von Anfang an mitzugestalten, war für mich klar: das ist der richtige Ort, zur richtigen Zeit. Es geht mir nicht darum, ein etabliertes System zu managen, sondern ein Institut aufzubauen, das von Beginn an das richtig macht, was anderen später schwerfällt – nämlich technische Excellence und auch ethische Reflexion verankern.
Und ein Ökosystem schaffen, in dem Menschen wirklich gut miteinander lernen und wachsen können. Das ist unser Anspruch. Ein Unternehmen von Anfang an zu begleiten, seine Entwicklung mitzuprägen – das ist das Reizvolle daran.

Zwischen Verwaltung und Wissenschaft
Deine Rolle hier lässt sich nicht auf ein, zwei Stichworte reduzieren – wie würdest du selbst beschreiben, woran du im Institut überall beteiligt bist? Und worauf freust du dich in dieser Rolle?
Meine Rolle ist hybrid: Zum einen trage ich operative Verantwortung in der Bildungsadministration. Aber ich bin auch Schnittstelle zur Wissenschaft: Ich betreue unsere Kooperation mit der Karlshochschule – das ist zentral für KHMI. Wir verstehen uns als Brücke: zwischen wissenschaftlicher Tiefe und praktischer Anwendung, zwischen Technologie und humanistischen Werten. Diese Vermittlerrolle durchzieht alles, was wir tun. Genau in diesen beiden Bereichen bringe ich mein angestammtes Wissen ein.
Was mich am meisten reizt? Die Möglichkeit, es richtig gut zu machen:
Das KHMI wächst nicht um jeden Preis – wir wollen durch Qualität überzeugen.
Ein roter Faden: Psychologie, Ethik, Bildungsmanagement
Was bringst du aus deinem bisherigen Werdegang mit, das dir hier hilft?
Der rote Faden meiner Karriere ist für mich relativ klar: Wirtschaftspsychologie, Wirtschaftsethik, Coaching – das sind nicht zufällige Stationen, sondern verschiedene Perspektiven auf das Gleiche. Es geht mir um die Frage, wie Menschen gut zusammenarbeiten. Wie gestalten wir Wirtschaft so, dass sie für den Menschen da ist und nicht umgekehrt. Das war meine Orientierung in der Psychologie, das war es in der Ethik, das war es als Coach.
In 14 Jahren Bildungsmanagement habe ich gelernt, diese Frage operativ zu beantworten – durch zugewandte Kommunikation, gute Strukturen und klare Prozesse. Aber zugleich habe ich gelernt, immer flexibel zu bleiben.
Neugier und Verantwortung zugleich
Wie ist dein persönlicher Blick auf Künstliche Intelligenz – eher Neugier, Skepsis, beides?
Ich sehe es so: KI wird gesellschaftlich disruptiv sein, und das mit großen Chancen und echten Risiken. Die Sorge ist berechtigt – vor allem beim Arbeitsmarkt. Aber die Antwort darauf ist nicht, KI zu bremsen, sondern Bildung. Ich glaube, wir können KI dafür nutzen, aus Routinearbeit herauszukommen – aus der Bürokratie, aus repetitiven Prozessen.
Ein Arzt, der keine Stunden mehr mit Dokumentation verbringt, sondern mit seinen Patienten – das ist das positive Szenario, das ich anstrebe.
Wir dürfen aber nicht den Fehler machen, diesen Gewinn nur für noch mehr Produktivität zu nutzen. Deshalb ist Bildung zentral – damit Menschen verstehen, was mit ihnen passiert, und mitgestaltend tätig sind. Das ist genau die Mission von KHMI: Wir bilden Fachkräfte aus, die Technologie nicht nur beherrschen, sondern sie ethisch verantworten.
Angetrieben von Verbundenheit
Was machst du, wenn du nicht arbeitest – und was treibt dich sonst an?
Ich bin Mutter von zwei Töchtern, und das prägt, wie ich Zeit einteile. Ich engagiere mich aktiv in Kita und Schule – nicht, weil ich „muss“, sondern weil mir die Bildung meiner Kinder wichtig ist. Das ist vielleicht auch ein Grund, warum mir der Bildungssektor so am Herzen liegt.
Privat brauche ich Ausgleich: Yoga und Krafttraining geben mir Balance. Und dann: Musik, Konzerte, Zeit mit Freundinnen in guten Restaurants. Ich glaube, das sagt viel über mich aus. Ich funktioniere nicht in Isolation – ich brauche Beziehungen, Austausch, Verbundenheit. Und eigentlich ist das genau das, was ich mit meinem KI-Argument meine: Dass wir die gewonnene Zeit für genau das nutzen sollten.
Über Julia Wildner
Mit über 14 Jahren Erfahrung im Bildungsmanagement und in der Hochschulverwaltung sowie ihrem Hintergrund als Wirtschaftspsychologin, Wirtschaftsethikerin und langjährige Hochschuldozentin bringt Julia Wildner einen vielseitigen Blick auf die Weiterbildungen am KHMI ein. Im KHMI betreut sie das Kursmanagement und die Hochschulkooperationen mit der Karlshochschule International University. Neben der hohen Qualität der Seminarangebote ist ihr besonders wichtig, Teilnehmende in ihrer individuellen Situation wahrzunehmen, sie zu begleiten und bei ihren beruflichen Zielen zu unterstützen.
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